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2. Verdichtung und Interpretation der Bestandsdaten


Zunächst erfolgten eine allgemeine Beschreibung des "tourismuswirtschaftlichen" Bestandes sowie Topographien (Karten und Texte) der Branchen und Bereiche der "Tourismuswirtschaft" in Treptow-Köpenick. Durch Überlagerungen dieser Topographien zu einer Art "Wirtschaftsraum Tourismus" wurden die räumliche Struktur und die räumlichen Besonderheiten der "Tourismuswirtschaft" in diesem Bezirk deutlich. Schon die Ergebnisse dieser Überlagerungen in Beziehung zu den z.Z. allgemein bekannten und akzeptierten touristischen Zielen konnten erste Hinweise auf Besonderheiten und Probleme in diesem "Wirtschaftsraum" liefern.



2.1 Beschreibung der "tourismuswirtschaftlichen" Bereiche

2.1.1 "Tourismuswirtschaft im engeren Sinn"

A. Das Beherbergungsgewerbe (Hotels, Pensionen, Motels, Gästehäuser, Ferienhäuser und -zimmer, Jugendgästehäuser, Campingplätze, Marinas) :

Das Beherbergungsgewerbe in Treptow-Köpenick besteht insgesamt aus 117 haupt- und nebengewerblich betriebenen Unternehmungen zu Lande und zu Wasser. Innerhalb der "klassischen" Hotellerie gehören 14 Betriebe zur Kategorie A, d.h. zu den Kleinunternehmen (von 9 bis 45 Betten), 10 Betriebe zur Kategorie B, d.h. zu den mittleren Unternehmen (von 46 bis 150 Betten), und 5 Betriebe zur Kategorie C, d.h. zu den größeren oder Großunternehmen (über 150 Betten), also insgesamt 29 Betriebe.

Sämtliche Kleinunternehmen sind private Unternehmen und gehören in der Regel keiner Unternehmenskette an. Schon bei den mittleren Unternehmen sieht dies anders aus: Von den 10 Betrieben sind vermutlich 5 Filialisten. Die Hotels in der Kategorie Großunternehmen sind zu 100 % Teileinheiten von nationalen und internationalen Konzernen.

Zum landseitig angebotenen Beherbergungsgewerbe gehören auch die meistens nebengewerblich betriebenen Kleinstunternehmungen, die Anbieter von Ferienwohnungen und Ferienzimmer. Die Zahl dieser Unternehmensgruppe liegt im Bezirk bei 78 Betrieben, d.h. ihre Anzahl ist mehr als dreimal so hoch als die Zahl der hauptgewerblichen Betriebe über 8 Betten.

Die Kleinstunternehmen haben einen Anteil von über 73 % an der Gesamtzahl innerhalb der Hotellerie. Dieser Gruppe folgen die Kleinunternehmen mit 14 % und die mittleren Unternehmen mit 9 %. Die Gruppe der KMU im Beherbergungsgewerbe kommt mit 96 % dem durchschnittlichen Anteil aller kleinen und mittleren Unternehmen am Gesamtbestand aller Unternehmen in der Bundesrepublik von 99,5 % nah heran. Der Anteil der Kleinstunternehmen von weit über zwei Dritteln am lokalen Unternehmensbestand innerhalb der Hotellerie ist eine Besonderheit des Bezirks im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von maximal 50 % der "Pariahotellerie" am Beherbergungsgewerbe. Dieser Besonderheit wird in der Phase der Ergänzung und Erweiterung der Bestandsdaten durch weitere 15 Interviews in dieser Unternehmensgruppe Rechnung getragen.

Das Angebot der Hotellerie wird von drei Jugendgästehäusern ergänzt. Mit 48 bzw. 64 Plätzen gehören zwei dieser Betriebe den mittleren Unternehmen an, während das Jugenddorf mit seinen 220 Plätzen schon den größeren Unternehmen zuzuordnen ist. Darüber hinaus bietet ein Campingplatz mit 220 Plätzen weitere Übernachtungsmöglichkeiten im Bezirk an, hier werden neben Zeltplätzen auch Bungalows vermietet. Es existieren noch weitere sieben Zeltplätze, welche die touristische Infrastruktur jedoch nur bedingt stärken, da es sich hier um für Touristen unzugängliche Dauerzeltplätze handelt.

Neben den Beherbergungsangeboten zu Lande werden auch wasserseitig Übernachtungsmöglichkeiten in Treptow-Köpenick angeboten. Einmal besteht die Möglichkeit, mit dem Boot kostenfrei bis zu 24 Stunden an öffentlichen Liegestellen anzulegen (Zeitbegrenzung gilt, um Dauerlieger auszuschließen). Die Halteplätze sind allerdings unbewirtschaftet und es fehlen Ver- und Entsorgungsstellen. Von den insgesamt 14 öffentlichen Sportbootliegestellen Berlins befinden sich vier im Bezirk Treptow-Köpenick.

Eine zweite Übernachtungsmöglichkeit für Wassersportler und -touristen wird in Form kommerzieller Marinas offeriert. Sechs Marinabetreiber bieten insgesamt 435 Wasserliegeplätze in der Destination an, die kleinste Marina verfügt über 17 Plätze, die größte über 270. Ausstattung und Umgebungsqualität der jeweiligen Marina variieren ebenfalls sehr stark: Es reicht von der einfachen Bootsanlegestelle bis zur Anlegestelle unmittelbar an Hotels gelegen, mit der Alternative im Hotelzimmer zu übernachten oder die Dienstleistungsangebote der Umgebung wahrzunehmen. In den größeren Yachtmarinas mit ihren Außen- und Hallenwinterlagern werden neben den üblichen Standards wie Wasser- und Stromanschlüssen an den Stegen, weitere Dienstleistungen wie Bootsreparaturen bzw. -verleih, Yachtcharter, Segelschule, Gastronomie, also eine breite touristische Infrastruktur angeboten.

Zusätzlich können Wassertouristen und -sportler an den Stegen der zahlreichen Wassersportvereine des Bezirks anlegen. Anzahl und Ausstattung dieser Liegeplätze waren jedoch nicht Gegenstand der Untersuchung.

Sehen wir uns die räumliche Verteilung des Beherbergungsgewerbes an (siehe Karte 1: Beherbergungsgewerbe):

Das Beherbergungsgewerbe insgesamt, d.h. alle Kategorien, verteilt sich im Großen und Ganzen im bebauten Gebiet des Bezirks. Nur wenige haben ihre Standorte außerhalb des bebauten Gebiets. Konzentrationspunkte sind eher auf Köpenicker Gebiet zu erkennen, die dichtesten in der Altstadt Köpenick und interessanterweise in Rahnsdorf. Dem gegenüber stehen ausgesprochene Leerräume insbesondere in Alt-Treptow, Plänterwald, Baumschulenweg, Nieder- und Oberschöneweide und in Johannisthal einschließlich der Wissenschafts- und Medienstadt Adlershof - d.h. in den nördlichen Ortsteilen des Teilbezirks Treptow, aber auch in der Dammvorstadt. Sehr dünn ist der Besatz mit Betrieben des Beherbergungsgewerbes in Altglienicke, in Bohnsdorf und in den Köpenicker Ortsteilen nördlich der S-Bahnlinie. Deutlich ist zu erkennen, dass der Teilbezirk Treptow - insbesondere die innenstadtnahen Ortsteile, wie z.B. Alt-Treptow, Plänterwald und Baumschulenweg - eine Diaspora des Beherbergungsgewerbes darstellt. Dies ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Nähe des Innenstadtgebietes (innerhalb des S-Bahnrings), Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln, zurück zu führen.


Die Beherbergungsbetriebe über 150 Betten liegen mit einer Ausnahme (Berolina Airport Hotel in Adlershof) ab Schöneweide in Richtung Süden an Wasserlagen, d.h. an der Spree, an der Dahme, am Müggelsee und ganz im Südosten am Krossinsee (Campingplatz). Die räumliche Verteilung der Klein- und Mittelbetriebe folgt dagegen weitgehend dem Verteilungsmuster der Gesamtbranche. Ein eindeutiger Konzentrationspunkt ist nicht zu entdecken. Auffällig ist hier auch die Bevorzugung von Wasserlagen oder Wassernähe (16 von 24 Betrieben).

Nicht nur numerisch dominant, sondern auch räumlich strukturbildend sind die Kleinstbetriebe (Ferienwohnung und -zimmer). Sie dominieren eindeutig die Gesamtstruktur des Tourismusbereichs und - zumindest auf Betriebsebene - das Zimmerangebot in Köpenick-Nord, in Wendenschloss, in Grünau, in Friedrichshagen und in Rahnsdorf. In Adlershof, Altglienicke, Bohnsdorf und insbesondere in Müggelheim sind vorrangig bzw. ausschließlich nur in dieser Betriebskategorie Ferienzimmer oder -wohnungen zu erhalten.

Mit Ausnahme des Treptower Parks sowie des Müggelturms und des Teufelsees sind die übrigen Sehenswürdigkeiten des Bezirks, so z.B. auch die Wissenschafts- und Medienstadt Adlershof, von den Hotels, Pensionen, den Zimmer- und Wohnungsanbietern gut oder sehr gut erreichbar. Auch unter diesem Aspekt gesehen, scheint sich für Alt-Treptow und seine touristischen Ziele vor allem die Innenstadtnähe auszuwirken.

Während die Marinas konzentriert an den attraktiven Standorten entlang des Flussabschnitts Dahme-Langer See bzw. am Nordufer des Müggelsees liegen, sind die öffentlichen und kostenfreien Liegestellen räumlich breiter gestreut. Sie befinden sich an der innenstadtnahen Insel der Jugend, in Schöneweide. Am Frauentog in der Altstadt Köpenick und in Schmöckwitz oberhalb der Brücke.

B. Fahrunternehmen (zu Land, zu Wasser und in der Luft) :

Im Bezirk sind nur 4 Fahrunternehmen ansässig. Dabei sind nur zwei Unternehmen (KMU) für unsere Studie von Interesse: die Berliner Wassersport- und Service GmbH (BWSG) in Köpenick und "Charter Boot" in Grünau. Die beiden anderen sind Teil von überlokal agierenden Großunternehmen (bzw. Konzernen).

Räumlich verteilen sich die 4 Unternehmen an bzw. auf der Spree in Treptow am Treptower Park (Stern- und Kreisschifffahrt GmbH und der Standort des Wasserflugzeugs) sowie an der Dahme in Köpenick (BWSG) und in Grünau<(siehe Karte 2: Fahrunternehmen). Die Standorte dieser vier Unternehmen sind durchaus als optimal zu bezeichnen - optimal einmal hinsichtlich der Quellpunkte der Tagesbesucher aus den übrigen Berliner Bezirke (S-Bahnhof Treptower Park) und zum anderen hinsichtlich der Nachfrage nach Charter- oder größeren Sportbooten (BWSG) im wassersportlichen bzw. -touristischen Kerngebiet.



2.1.2 "Ergänzende Tourismuswirtschaft"



C. Bootsverleih :

In Treptow-Köpenick sind 14 Verleihfirmen für den Bereich Wassersport- bzw. -touristik zu finden. Aus den Datenquellen ist nicht zu entnehmen, welchen Unternehmenskategorien diese Firmen zuzurechnen sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit dominieren hier die kleinen Unternehmen. Lokalisiert sind diese Unternehmen (siehe Karte 3: Bootsverleih) - wie nicht anders zu erwarten - am Wasser. Die Standorte der Unternehmen konzentrieren sich in der Regel dort, wo sie von den Besuchern gut erreicht werden können: An der Nahtstelle von Treptower Park und Plänterwald (Abtei-Brücke), an der Spree zwischen Niederschöneweide, um die Altstadtinsel Köpenick herum, an der Dahme, an der Müggelspree und an den Hauptzugangsorten zum Müggelsee (Rübezahl und Rahnsdorf).

Mit Ausnahme zweier touristischer Ziele (Treptower Park und Altstadt Köpenick) sind diese Unternehmen vorrangig auf das wassertouristische Gebiet und seine Zugänglichkeit bezogen. Die übrigen landseitigen Sehenswürdigkeiten des Bezirks spielen nur eine sekundäre Rolle.

D. Bootsausrüster und -bau :

12 Bootsausrüster und -bauer haben im Bezirk ihren Standort. Leider geben auch hier die Datenquellen keine Auskunft über die Unternehmensgrößen. Bootsbauer und Bootsausrüster sind nur im eigentlichen "wassertouristischen Gebiet" verortet - im Teilbezirk Köpenick und hauptsächlich am Wasser ( siehe Karte 4: Bootsausrüster und -bau).



2.1.3 "Tourismusabhängige Wirtschaft"



E. Gastronomie (Restaurants, Cafés, Bistros, Ausflugslokale):

Im Bezirk sind insgesamt 307 Gastronomiebetriebe ansässig. Dabei bleibt die Vielzahl der Imbisse unberücksichtigt. Von den genannten Betrieben nennen sich 13 "Bistro" (4,2 %), 32 sind "Cafés" (10,4 %) und 22 Betriebe rechnen sich zu den "Restaurants" (7,2 %). Die meisten bezeichnen sich ganz einfach als "Gaststätte" (78,2 %).

Etwa 10 Betriebe sind ausgewiesenermaßen Großbetriebe und Filialisten (2,6 %). Mindestens 94 Betriebe haben in Berlin lebende ausländische Eigentümer oder Pächter (etwa 31 %). Es ist zu vermuten, dass die Zahl der "ausländischen Betriebe" noch weit höher liegt. (Eine annähernd genaue Zahl könnte erst eine genauere Datenrecherche erbringen.) Wie viele Filialisten oder Großbetriebe sich hinter den ausländischen Pächtern oder Eigentümer verbergen, ist den vorliegenden Daten nicht zu entnehmen. Vermutlich haben wir es mit einem höheren Anteil an Filialisten zu tun, als es die vorliegenden Quellen offenbaren. Der Anteil der KMU an der Gesamtzahl der Gastronomiebetriebe wird aber vermutlich den der KMU im Beherbergungsgewerbe noch überschreiten.

Wichtig ist aber, darauf hinzuweisen, dass die hier genannten Daten nur die Bestandssituation widerspiegelt, die den Quellen zugrunde lag. Die Zahl der Betriebe und ihre Zusammensetzung zeigen große Schwankungen, die sowohl ökonomisch konjunkturellen als auch saisonalen Bewegungen geschuldet sind. Für Betreiber von Gaststätten oder Ausflugslokalen in bestimmten städtischen Lagen lohnt sich der ganzjährige Betrieb nicht, da ein personalextensiver Wirtschaftsbereich im Interesse seiner weiteren Existenz sensibel auf Schwankungen der Gastströme reagiert (reagieren muss).

Die räumliche Verteilung des Gastronomiegewerbes im Bezirk Treptow-Köpenick zeigt ein sehr differenziertes, aber sehr charakteristisches Bild (siehe Karte 5: Gastronomie):

Ein erster Blick auf die Karte 5 offenbart, dass die Gastronomiebetriebe sich in der Regel in den Stadtteilzentren des Bezirks konzentrieren. Aus Richtung des Innenstadtrings reihen sich folgende Konzentrationspunkte wie an einer weit geknüpften Perlenkette auf: in Alt-Treptow im Bereich Elsenstraße und Harzer Straße, in Baumschulenweg an der Baumschulenstraße, in Oberschöneweide an der Wilhelminenhofstraße, in Niederschöneweide im Bereich Spreestraße und Schnellerstraße, in Johannisthal am Sterndamm, in Adlershof um die Dörpfeldstraße, auf der Altstadtinsel Köpenick (insbesondere an Wasserlagen), in der Dammvorstadt an der mittleren Bahnhofstraße und in Friedrichshagen insbesondere an der Bölschestraße. Dabei werden die höchsten Dichten in Friedrichshagen, auf der Insel Köpenick, in Adlershof und in Johannisthal erreicht. Alle Verdichtungsräume sind nicht nur durch das Straßensystem (meistens an den Haupterschließungsstraßen) sehr gut erschlossen, sondern auch durch den ÖPNV, d.h. durch Straßenbahn- und Buslinien.

Ausgeprägte Streulagen von Gastronomiebetrieben lassen sich um den Treptower Park, in Altglienicke, in Bohnsdorf, in Wendenschloss und in Rahnsdorf erkennen. Auffallend ist, dass diese Streulagen in der Regel sehr gut mit dem privaten Pkw wie durch den ÖPNV erreichbar sind.

Deutlich erkennbar sind auch die mit Gastronomie unterausgestatteten und leeren Räume im Bezirk Treptow-Köpenick: der Plänterwald, der Bereich um die Königsheide, die Wissenschafts- und Medienstadt Adlershof, ein Großteil des Ortsteils Altglienicke sowie der gesamte Süden des Bezirks mit Grünau, Karolinenhof und Schmöckwitz. Gastronomische Wüsten stellen auch die Wuhlheide, das gesamte Gebiet nördlich der S-Bahn zwischen S-Bahnhof Köpenick und Erkner, das Gebiet um die Müggelberge und der Ortsteil Müggelheim dar.

Sehen wir uns die Raumausstattung mit Gastronomiebetrieben im Zusammenhang mit den Standorten der allgemein akzeptierten und bekannten touristischen Sehenswürdigkeiten an, so können wir erkennen, dass die touristischen Ziele im Treptower Park sowie das Schloss und die Altstadt Köpenick insgesamt gut bis sehr gut mit einem gastronomischen Angebot verbunden sind. Dagegen ist von den Standorten der Wissenschafts- und Medienstadt Adlershof, des Freizeit- und Erholungszentrums Wuhlheide, des Wasserwerks Friedrichshagen, vor allem der Regattastrecke Grünau und der Müggelberge (Müggelturm und Naturlehrpfad am Teufelssee) ein Angebot an Gastronomie nur sehr schwer oder in unzumutbarer Entfernung erreichbar - ein deutlicher Hinweis auf Defizite der touristischen Infrastruktur in touristisch relevanten Teilräumen des Bezirks Treptow-Köpenick.

Über die allgemeine Qualität des gastronomischen Angebots sind anhand der Bestandsaufnahme und der Kartierung der Betriebsstandorte keine Aussagen zu treffen.

F. Zubehör-, Bootshandel und Reparaturbetriebe ("Wassersport und -tourismus"):

Vorrangig im Wassertourismus tätig sind jene 29 Unternehmen, die in die Bestandsliste aufgenommen sind. Obgleich keine gesicherten Aussagen über Betriebsgrößen und Umsatzzahlen vorliegen, ist zu vermuten, dass die überwiegende Mehrheit dieser Handels- und Reparaturbetriebe kleine und mittlere Unternehmen sind.

Mit ganz wenigen Ausnahmen konzentriert sich dieser Teilbereich der wassertouristisch und -sportlich orientierten Tourismuswirtschaft stadträumlich an den Wasserlagen der zentralen Siedlungsbereiche in Köpenick, insbesondere in Wendenschloss an der Dahme und in Friedrichshagen an der Müggelspree (siehe Karte 6: Zubehör-, Bootshandel und Reparaturbetriebe). Die gesamte Bootsbranche, Bau und Ausrüstung (2.1.2.D) sowie Handel, Zubehör und Reparatur, liegt traditionell standörtlich beieinander - eine gute Voraussetzung für Synergieeffekte. Unübersehbar und auch nachvollziehbar ist die standörtliche Begrenzung dieser Branche auf die wassersportlich am stärksten frequentierten Gebiete in Köpenick, insbesondere an der Dahme und an der Müggelspree.

G. Kultur- und Freizeiteinrichtungen :

19 Kultur- und Freizeiteinrichtungen von überlokaler Bedeutung sind im Bezirk zu nennen. Treptow-Köpenick besitzt zehn Museen und Gedenkstätten, vier Theater, ein Kinder- und Jugend-Freizeitzentrum, eine zentrale Veranstaltungshalle, einen Botanischen Garten, eine (Museums-)Sternwarte und ein Lehrkabinett Waldlehrpfad.

Standörtlich konzentrieren sich die Kultur- und Freizeiteinrichtungen mit wenigen Ausnahmen in den traditionellen Hauptortslagen des Bezirks, am und im Treptower Park, in der Altstadt und Dammvorstadt Köpenick und in Friedrichshagen (siehe Karte 7: Kultur- und Freizeiteinrichtungen). Die übrigen Streustandorte in Baugebieten oder in Parkanlagen sind in der Regel ausreichend über den ÖPNV erschlossen. In 6 Fällen sind diese Einrichtungen zugleich touristische "Highlights" des Bezirks: die Archenholdsternwarte (im Treptower Park), das Freizeit- und Erholungszentrum in der Wuhlheide, das Schloss Köpenick (Kunstgewerbemuseum), das Heimatmuseum in der Altstadt Köpenick, das Museum Wasserwerk in Friedrichshagen und das Lehrkabinett am Teufelssee.

H. Bäder- und Sportanlagen:

In diese Rubrik sind zunächst die 5 Freibäder des Bezirks einzeln eingetragen. Desweiteren werden 29 Sportplätze und Stadien, 13 Tennisanlagen, 9 Kegel- und Bowlingbahnen, 7 Bootshäuser und Wassersportanlagen, 2 Reitsportanlagen und 1 Tunnelschießstand im Volkspark Wuhlheide nachrichtlich aufgenommen.

Die touristisch bedeutsamen Freibäder des Bezirks, z.T. selbst Baudenkmale, sind am Langen See (Grünau und Wendenschloss) und am Nordufer des Müggelsees (Friedrichshagen und bei Rahnsdorf) zu finden (siehe Karte 8: Bäder- und Sportanlagen). Nicht erfasst sind die zahlreichen offen zugänglichen See- und Flussbadestellen sowie die Badestellen der verschiedenen Vereine.

Da 4 von 5 Freibädern privatwirtschaftlich betrieben werden, beziehen wir sie auch in die Befragung ein.



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