Aussichtsreich - Sehenswürdigkeiten

Der Müggelturm in den Müggelbergen - eine Sehenswürdigkeit am Müggelsee im Berliner Südosten

Hier bietet Berlin viel Aussicht - mit jeder Menge Wasser und Natur.

Besten Überblick hat der Besucher beispielsweise in den Müggelbergen mit dem bekannten Müggelturm. Der Aussichtsturm mit 29,61 Metern Höhe ist ein traditionelles Ausflugsziel und die Sehenswürdigkeit auf dem kleinen Müggelberg.
Auch zu ebener Erde oder auf einem der Wasserläufe lässt sich in Berlin Treptow-Köpenick eine Menge entdecken. Tradition und Moderne, Kultur und Architektur oder die weltoffene Lebensart Berlins. Schauen Sie mal vorbei!

1 - Arena - Konzert und Kulturhalle

Die Kulturarena in Berlin Treptow von der Spree aus gesehen

Eichenstraße 4, 12435 Berlin, Tel. (030) 533 20 30, U-Bahn 1 (Station Schlesisches Tor), S-Bahnhof Treptower Park

Im Norden Treptows, nahe dem Berliner Zentrum und direkt an der Spree befindet sich mit der Arena eine der angesagtesten Kultur-Locations von Berlin. In dem sanierten Industriedenkmal (Busdepot von Franz Ahrens, 1927) finden bis zu 7500 Gäste Platz bei Konzerten, Theater, Ausstellungen und anderen Events. Empfehlenswert auch: die Kleinkunstbühne "Glashaus" und das Clubschiff "Hoppetosse" - allein das Bauensemble ist eine Sehenswürdigkeit.

2 - Grenzwachturm der Berliner Mauer

Der Grenzwachturm im Schlesischen Busch in Berlin Treptow

Schlesischer Busch/Puschkinallee, U-Bahn Linie 1 (Station Schlesisches Tor), S-Bahnhof Treptower Park, Busse

Einer von zwei noch original erhaltenen großen Grenzwachtürmen (Kommandostellen) der Berliner Mauer steht inmitten der wiederhergestellten Parkanlage "Schlesischer Busch" am Landwehrkanal. Vom Keller bis zur Dachplattform hat das Bauwerk fünf Etagen, die der "Sicherung des Grenzregimes" dienten. Der sanierte Turm erinnert als Denkmal an die langjährige Teilung der Stadt. Zeitweilig finden hier Ausstellungen statt.

3 - Treptowers und "Molecule Man"

Molecule Man in der Spree in Berlin Treptow

An den Treptowers/Hoffmannstraße, 12435 Berlin-Treptow, S-Bahnhof Treptower Park

Der höchste Büroturm der Hauptstadt (125 m, 30 Etagen) ist das sichtbare neue Wahrzeichen des Bezirkes. Hier entstand ein modernes Stadtquartier mit Büros, Wohnungen, Uferpromenade, Wasserkaskade und dem "Molecule Man". Die 30 Meter hohe, in der Spree stehende Metallskulptur des amerikanischen Bildhauers Jonathan Borofsky ist auffälligster Bestandteil der reichen Sammlung konstruktiver und konkreter Kunst der hier ansässigen Allianz-AG.

4 - Treptower Park

Der Treptower Park

Puschkinallee, Straße am Treptower Park, 12435 Berlin-Treptow, S-Bahnhof Treptower Park bzw. Plänterwald, Busse

Der Treptower Park, direkt an der Spree gelegen, ist mit ca. 160 ha nach dem Tiergarten die zweitgrößte öffentliche Parkanlage Berlins. Er wurde 1874 vom Lenné-Schüler und damaligen Berliner Gartenbaudirektor Gustav Meyer als "erste betretbare Gartenanlage" für Berlin entworfen und bis 1887 realisiert. In dem englischen Landschaftspark mit seinen zahlreichen Alleen, Hainen, Wiesen, Rabatten, Teichen und Skulpturen verwirklichte Meyer seine Vision von zentrumsnaher Bürgererholung. Der Park bietet den landschaftlichen Rahmen für den Hafen Treptow, das Sowjetische Soldaten-Ehrenmal, die Archenhold Sternwarte, das Gasthaus Zenner und die Abtei-Insel.

5 - Hafen Treptow

Puschkinallee 15, 12435 Berlin-Treptow, S-Bahnhof Treptower Park, Busse

Der modernisierte Hafen ist Sitz der Stern und Kreis Schiffahrt GmbH sowie Liegeplatz und ein Abfahrtsort für die Ausflugsschiffe dieser größten Fahrgast-Flotte Berlins. Unmittelbar am Spreeufer gelegen bietet der Hafen am Park seinen Besuchern saisonale Gastronomie und verschiedene Veranstaltungen.

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6 - Sowjetisches Soldaten-Ehrenmal

Das größte Soldatenehrenmal der Roten Armee in Deutschland steht im Treptower Park

Puschkinallee, 12435 Berlin-Treptow, S-Bahnhof Treptower Park, Busse

Das Treptower Ehrenmal ist 1946-48 unter Verwendung von Granitplatten aus Hitlers Neuer Reichskanzlei als Gedenk-Ensemble und Friedhofsanlage für die in Berlin gefallenen Sowjetsoldaten errichtet worden. Es ist das monumentalste und künstlerisch anspruchvollste Soldaten-Ehrenmal auf deutschem Boden und letzte Ruhestätte von ca. 5000 Kriegsopfern. Eine 70-Tonnen schwere und 22 Meter hohe Bronze-Statue über dem Mausoleum bildet den Blickfang dieser einmaligen Sehenswürdigkeit.

7 - Archenhold-Sternwarte

Die Archenhold Sternwarte im Treptower Park

Alt Treptow 1, 12435 Berlin-Treptow, S-Bahnhof Plänterwald, Busse

Die nach ihrem Gründer benannte Sternwarte entstand während der großen Berliner Gewerbeausstellung 1896 und wurde zum 100. Jubiläum völlig saniert. Sie beherbergt das bis heute längste Linsenfernrohr der Welt. Mit ihren zahlreichen Veranstaltungen wirkt die Sternwarte als kosmische Bildungseinrichtung. Ein besonderes Angebot ist die "Hochzeit unterm Sternhimmel".

8 - Gasthaus Zenner

Alt Treptow 14-17, 12435 Berlin, S-Bahnhof Plänterwald, Busse

Das historische Ausflugsrestaurant Zenner am Spreeufer wurde 1822 vom Schinkel-Schüler Langhans (d. J.) im Stile des Klassizismus errichtet. Es stellt mit seinem Musikrestaurant "Eierschale", einer Café- Terrasse und einem wasserseitigen Biergarten sowie mit zahlreichen Veranstaltungen einen attraktiven Ort guter Gastronomie und musikalischer Unterhaltung am Treptower Park dar.

9 - Abtei-Insel mit Restaurant-Club "Die Insel"

Alt-Treptow 6, 12435 Berlin-Treptow, S-Bahnhof Plänterwald, Busse

Diese Spree-Insel wurde bei der Gestaltung des Treptower Parks künstlich aufgeschüttet und später durch die erste Stahlbetonbrücke Deutschlands (1915/16) mit dem Festland verbunden.

Die Grünanlagen sind Mitte der 90er Jahre vollkommen rekonstruiert worden.

Das imposante Brückengebäude beherbergt heute den Club und das Café-Restaurant "Die Insel". Gleich nebenan liegen das attraktive Restaurantschiff "Klipper" und das touristische Wasserflugzeug, das Rundflüge über die Hauptstadt anbietet.

10 - Rathaus Treptow

Rathaus von Berlin Treptow  am Rande des Treptower Parkes

Neue Krugalle 4, 12435 Berlin, S-Bahnhof Plänterwald, Busse

Dieser imposante Verwaltungsbau wurde 1909/10 nach Entwürfen der Architekten Süßenguth und Reinhardt für die wachsende Gemeinde Treptow am Rande des Treptower Parkes errichtet und beherbergt neben der Bezirksverordnetenversammlung und Verwaltungseinrichtungen auch eine große Galerie mit wechselnden Ausstellungen.

11 - Friedhof und Krematorium Baumschulenweg

Kiefholzstraße 221, 12437 Berlin-Baumschulenweg, S-Bahnhof Baumschulenweg, Busse

Auf dem größten Friedhof Berlins finden sich zahlreiche Grabstätten bekannter Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Einen architektonischen Höhepunkt und besondere Sehenswürdigkeit stellt das 1999 fertiggestellte, modernste Krematorium Europas dar - entworfen von den Architekten des Bundeskanzleramtes Axel Schultes und Charlotte Frank.

Das Krematorium kann nach Anmeldung auch besichtigt werden.

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12 - Arboretum - Botanischer Garten

Das Arboretum (Gehölzsammlung) der Humboldt-Universität an der Späthschen Baumschule Berlin

Späthstraße 80/81, 12437 Berlin, S-Bahnhof Baumschulenweg, Busse, U 7 Blaschkoallee

Der Erbe des ältesten Gewerbebetriebes in Berlin, Franz Späth, begann Mitte des 19. Jahrhunderts diese Sammlung von heute über 1200 Gehölzarten aller Kontinente. Am Rande der einstmals größten Baumschule der Welt entstand ein Botanischer Garten, der heute zur Humboldt-Universität gehört und von April bis Oktober Besuchern offen steht.

13 - Heimatmuseum Treptow

Sterndamm 102, 12487 Berlin-Johannisthal, S-und Regional-Bahnhof Schöneweide, Tram, Busse

Das städtische Geschichtsmuseum und Archiv befindet sich im ehemaligen Rathaus Johannisthal (von 1906).
Es tritt mit teilweise spektakulären Ausstellungsprojekten ("Die verhinderte Weltausstellung - Berlin 1896", "Der Teltowkanal", "Geteilte Nachbarschaft") berlinweit in Erscheinung.

 

14 - Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Gedenkstätte und Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeiterlager in Berlin Schöneweide

Britzer- und Köllnische Straße, 12439 Berlin-Schöneweide
Buslinien 167 oder 365, S- und Regional-Bahnhof Schöneweide

In Schöneweide ist das letzte in Berlin noch weitgehend erhaltene NS-Zwangsarbeiterlager zu besichtigen, eines von ehemals mehr als 3 000 im Stadtgebiet. Auf dem historischen Gelände, das 1943 bis 1945  für über 2 000 Menschen bebaut wurde, waren während des Zweiten Weltkrieges italienische Militärinternierte, Zivilarbeiter und Zivilarbeiterinnen aus ganz Europa sowie weibliche KZ-Häftlinge untergebracht.

15 - Stadion An der Alte Försterei

1. FC Union Berlin: Hämmerlingstraße 80-88, 12555 Berlin, TRAM-Linien: 26, 60, 62 oder 68 Haltestelle "Alte Försterei"

Die größte nur Fußball-Arena Berlins liegt an der Wuhlheide in Köpenick, unweit der historischen Altstadt. Der Traditionsclub trägt hier seine Heimspiele aus. Das Stadion wurde 1920 eingeweiht. Es bietet 15.400 Steh- und 3.000 Sitzplätze, alle überdacht,  und verfügt über eine moderne Flutlichtanlage. Bei der vollständigen Modernisierung des Stadions 2008/ 2009 halfen ca. 2.300 Union Fans! mit 140.000 Arbeitsstunden!

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16 - Ehemaliger Flugplatz Johannisthal - Denkmäler der Luftfahrtgeschichte und Parkanlage

Denkmäler der Luftfahrtgeschichte in Berlin auf dem Campus der Humboldt-Universität in Adlershof

Rudower Straße, 12489 Berlin-Adlershof S-Bahnhof Adlershof, (Linien S8, S9, S45, S46, S48), Tram und Busse

Größere Flächen der "Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien" gehörten einst zum Flugplatz Johannisthal. Auf der 1909 eröffneten Anlage starteten die ersten Motorflugzeuge Deutschlands. Seit 1912 war hier die Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) angesiedelt, die Labore, Versuchsanlagen und Hangars baute. Sie diente während der Nazizeit der Luftrüstung Hitler-Deutschlands. Mit dem großen Windkanal, dem Trudelturm und dem Motorenprüfstand sind imposante technische Denkmäler erhalten. Sie sind heute Teil eines "Aerodynamischen Parks" auf dem Campus Adlershof der Humboldt-Universität mit den Instituten für Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik, Physik und Psychologie. Das ehemalige Flugfeld wurde zu einer 68 ha großen Parkanlage umgestaltet in deren Mitte sich der geschützte Naturpark mit wertvollen Biotopen befindet. Umgeben ist er von Aktivzonen und einem englischen Landschaftspark, der naturnahe Erholung bietet. Der etwa 2,5 km lange Rundweg um den Naturpark gehört zu den beliebtesten Skaterstrecken der Stadt.

17 - Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien (WISTA)

Moderne Institute in der Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien in Berlin Adlershof

Rudower Chaussee, 12489 Berlin-Adlershof S-Bahnhof Adlershof (Linien S8, S9, S45, S46, S48) Tram, Busse

Seit 1991 entwickelt sich auf einem 4,2 Km² großen Areal im Süden Berlins einer der größten und erfolgreichsten Hochtechnologieparks Europas. In enger Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und Medien sind mehrere tausend Arbeitsplätze entstanden. Über 360 technologieorientierte Unternehmen beschäftigen ca. 3.200 Mitarbeiter, in zwölf außeruniversitären Forschungseinrichtungen arbeiten etwa 1.500 Menschen und in den sechs naturwissenschaftlichen Instituten der Humboldt-Universität zu Berlin sind über 700 Mitarbeiter (110 Professoren) tätig und rund 7.000 Studenten immatrikuliert. Am bedeutendsten Berliner Medienstandort in unmittelbarer Nachbarschaft sind etwa 100 Unternehmen mit knapp 1.000 Beschäftigten ansässig. Die Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien beeindruckt Besucher auch durch historische Bauten der Luftfahrtgeschichte, moderne Architektur und den attraktiven Natur- und Landschaftspark Adlershof/Johannisthal.

18 - Anna-Seghers-Gedenkstätte

Anna-Seghers-Straße 81, 12489 Berlin-Adlershof, S-Bahnhof Adlershof, Tram

Am langjährigen Wohn- und Arbeitsort der großen deutschen Schriftstellerin ("Das Siebte Kreuz") entstand eine museale Gedenkstätte und ein Dokumentationszentrum, getragen von der Archivstiftung der Akademie der Künste und der Anna-Seghers-Gesellschaft Berlin und Mainz.

19 - Kulturzentrum "Alte Schule"

Dörpfeldstraße 56, 12489 Berlin-Adlershof, S-Bahnhof Adlershof, Tram, Busse

Die kommunale Kultureinrichtung mit Galerie, Bibliothek, Gastronomie und vielseitigen Veranstaltungen ist in einem sanierten neogotischen Schulgebäude untergebracht. Die Galerie hat sich mit Ausstellungsprojekten zu neuen Medien über Berlins Grenzen hinweg einen Namen gemacht.

20 - Bruno-Taut-Siedlung "Gartenstadt Falkenberg"

Sozialer Wohnungsbau der 20er Jahre: die Bruno-Thaut-Siedlung in Berlin Altglienicke, kürzlich restauriert

Gartenstadtweg, Am Falkenberg, Akazienhof, 12524 Berlin-Altglienicke S-Bahnhof Altglienicke, Busse

Der namhafte Architekt Bruno Taut realisierte 1914/15 ein frühes Modell sozial engagierten und ästhetisch anspruchsvollen Wohnungsbaus. Die ungewöhnliche, aufgrund ihrer Farbigkeit "Tuschkastensiedlung" genannte Gartenstadt, wurde vollständig saniert, steht unter Denkmalschutz und zählt zu den Berliner "Siedlungen der Moderne", die auf der UNESCO-Welt-Kultur-Erbe-Liste stehen!

21 - Wasserturm Altglienicke

Der imposante Wasserturm in Berlin Altglienicke

Schirnerstraße 17-19, 12524 Berlin-Altglienicke S-Bahnhof Altglienicke, Busse

Das 1906 im neogotischen Stil erbaute Gebäude ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen des Berliner Südostens.

Der Turm hat eine Höhe von 38,5 m und besitzt einen Kessel mit einem Fassungsvermögen von 600 m³.

Er steht unter Denkmalschutz und wird saniert.

 

22 - Dorfkirche Bohnsdorf

Dorfkirche Altglienicke in Berlin Treptow

Dorfplatz 1, 12526 Berlin-Bohnsdorf S-Bahnhof Grünbergallee, Busse

Die mehrfach zerstörte mittelalterliche Kirche aus dem 14. Jahrhundert gilt in ihren Ursprüngen als ältestes Gotteshaus von Berlin-Treptow. Sie stellt noch heute städtebaulich den Mittelpunkt des Ortsteiles dar.

Das historische Gebäude wurde 1755 durch einen Neubau ersetzt, der widerum vielfache Veränderungen erfuhr.

 

23 - Rathaus Köpenick

Das repräsentative neogotische Rathaus in der Altstadt von Berlin Köpenick

Der imposante Bau steht in der früheren Schloßstraße, heute "Alt Köpenick". Er wurde 1901 bis 1904 nach Plänen von Hugo Kinzer und Hans Schütte, im Stile märkischer Backsteingotik mit Ziergiebel und 54 Meter hohem Turm erbaut. Erweiterungen des Kernbaus erfolgten in den Jahren 1926 bis 1927 durch einen Trakt in der Böttcherstraße, in den Jahren 1936 bis 1939 durch einen Flügel an der Straße Alt-Köpenick. Das Gebäude hatte einen barocken Vorgänger aus dem 17. Jahrhundert.
Über die Landesgrenzen hinaus bekannt geworden ist das Rathaus durch den Gaunerstreich des Schusters Wilhelm Voigt, der im Jahre 1906 als "Hauptmann von Köpenick" in Berlin Soldaten zu seinen Diensten befahl, das Rathaus Köpenick besetzte, den Bürgermeister verhaftete und mit der Stadtkasse verschwand.
Eine ständige Ausstellung im Erdgeschoss erinnert an diese "Köpenickiade". Zusätzlich wird über die Baugeschichte des Rathauses informiert. Zu besichtigen sind das reich dekorierte Treppenhaus, der historische Kassenraum und auf Anfrage der repräsentative Ratssaal. Am  Rathaus-Portal steht das Hauptmann-Denkmal des armenisch-amerikanischen Künstlers Spartak Babajan. Eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten Berlin-Köpenicks.

Stadtführungen und Besichtigungen über:
Touristinformation Köpenick
Alt-Köpenick 31 - 33 
12555 Berlin
(030) 655 75 50

24 - Schlossplatz

Der Schlossplatz verband das barocke Schloss Köpenick der Hohenzollern mit der Köpenicker Altstadt. Er war zugleich der erste Marktplatz der Stadt Köpenick. Der Platz wurde vor wenigen Jahren denkmalgerecht saniert. Hier findet sich die Touristinformation von Berlin Treptow-Köpenick.
In der Schlossstraße (jetzt Alt-Köpenick 33) stand bis Anfang des 19. Jahrhunderts das alte Köpenicker Amtshaus in dessen erstem Stock sich bemerkenswerter Weise der Ratskeller befand.

25 - Barockschloss und die Schlosskapelle

Das Barock-Schloss Berlin Köpenick von den  Hohenzollern im 17. Jahrhundert errichtet.

Auf der Schlossinsel an der Köpenicker Altstadt befindet sich das einzige original erhaltene Barockschloss Berlins. Bereits um das Jahr 1000 hatte es hier eine slawische Fluchtburg gegeben. Für den späteren Preußen-König Friedrich I. wurde Schloss Köpenick von 1680 bis 1690 auf den Resten eines Renaissanceschlosses (16. Jahrhundert) errichtet.  Es diente der Königsfamilie als Sommerresidenz, Jagdschloss und Witwensitz.
Die von Johann Arnold Nering 1683-1685 erbaute Schlosskapelle, gilt als erster protestantischer Sakralbau der Mark Brandenburg. Der Schlosspark einst als barocker Garten angelegt, ist seit seiner Umgestaltung im frühen 19. Jahrhundert englischer Landschaftspark und erlaubt reizvolle Blicke über das Wasser der Dahme.
Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts beherbergt Schloss Köpenick das Berliner Kunstgewerbemuseum. 2004 wurde das Schloss nach mahrjähriger Restaurierung als "Museum der Europäischen Raumkunst" aus Renaissance, Barock und Rokoko der Staatlichen Museen zu Berlin wieder eröffnet. Es gilt als die Sehenswürdigkeit des Berliner Südostens.

26 - Frauentog

Zwischen der Schlossinsel und dem Kietz gelegene Bucht. Nach dem 30-jährigen Krieg herrschte auch in Köpenick Hungersnot. Die Fischer traf es besonders hart, wenn die Netze einmal längere Zeit leer blieben. Auf Grund des Traumes einer Fischersfrau warfen eines Nachts die Köpenicker Frauen in der Bucht die Netze aus. Dieser "Frauenzug" (= Frauentog) wurde ein reicher Fischfang und dadurch legendär.

27 - Fischerkietz

Der romanische Fischerkietz - ehemals eine  slawische Dienstsiedlung des Schlosses.

Der Köpenicker Kietz ist eine fast vollständig erhaltene Fischersiedlung. Der ehemalige slawische Kietz war eine zur Burg gehörende Dienstsiedlung. Sie wurde 1355 erstmalig urkundlich erwähnt. Den Kietzern wurden im Jahre 1451 durch eine Entscheidung des Hofgerichtes die "ewigen Fischereirechte" zuerkannt. Jahrhunderte lang blieb der Kietz ein Fischerdorf und wurde erst 1898 nach Köpenick eingemeindet. Die Straße "Kietz" mit ursprünglichem Charakter weist restaurierte, eingeschossige Fischerhäuser mit Satteldächern zwischen Gründerzeithäusern auf.

28 - Alter Markt

Der erste Marktplatz des mittelalterlichen Köpenick

Der Alte Markt bildet zusammen mit dem Futranplatz, dem Schüßlerplatz, der Jägerstraße, der Böttcherstraße, der Grünstraße der Rosenstraße, der Lüdersstraße und dem Katzengraben den Kern der historischen Altstadt von Köpenick.

Zahlreiche Gebäude stehen unter Denkmalschutz und wurden jüngst oder werden gegenwärtig restauriert.

Hier, in Nachbarschaft zum Heimatmuseum Köpenick soll die neue Zentralbibliothek des Bezirkes entstehen.

 

29 - Heimatmuseum Köpenick

Das Heimatmueum befindet sich in einem der ältesten erhaltenen Gebäude Köpenicks aus dem 17. Jahrhundert.

Das 1665 errichtete Fachwerkhaus Alter Markt 1 war ehemaliges Freigut eines verdienstvollen Beamten des Brandenburger Kurfürsten. Der massive Fachwerkbau gilt als ältestes erhaltenes Gebäude der Köpenicker Altstadt. Seit 1992 werden hier neben der Dokumentation der Köpenicker Stadt- und Regionalgeschichte auch wechselnde themaitische Ausstellungen gezeigt.

In der Landjägerstraße 10, befindet sich die ehemalige Schmiede. Sie wurde ca. 1685 erbaut, 1992 - 94 restauriert . Auch dies ist ein Fachwerkhaus im Typus eines Kleinbürgerhauses mit barocken Traufbalken an der Straßenfassade. Die Schmiede, einschließlich Blasebalg, ist heute noch funktionsfähig.

30 - Alter Markt 4

Das historische Bürgerhaus wurde 1683 im barocken Stil erbaut und ist 1992-93 denkmalgerecht restauriert worden. Das Gebäude war das Wohnhaus der Henriette Lustig - Begründerin der Lohnwäscherei in Köpenick - und ihrer Familie.

31 - Futranplatz

Dieser Platz (ehem. Friedrich-Wilhelm-Platz) war ab 1699 Friedhof der Köpenicker Gemeinde und später Marktplatz. Er ist heute benannt nach Alexander Futran, einem linklen Sozialdemokraten, der von den militanten rechten Kapp-Putschisten 1923 hingerichtet wurde. Ihm ist auch der Gedenkstein am Platz gewidmet.

32 - Straße Freiheit

Im 18. Jahrhundert für reformierte Religionsflüchtlinge aus Frankreich (Hugenotten) angelegt: die Straße FREIHEIT

Die "Freiheit" und der "Katzengraben" wurden um 1700 für die aus Frankreich kommenden Hugenotten, aufgeschüttet um ihnen Baufläche zur Verfügung zu stellen. Der Name stammt von der anfänglichen Steuerbefreiung der hier angesiedelten Religionsflüchtlinge. Es entstanden Werkstätten aus denen Textilbetriebe und Wäschereiunternehmen wuchsen sowie Wohn-, Geschäfts- und Verwaltungshäuser.

In der Freiheit stand die Köpenicker Synagoge (erbaut 1910) die während der Pogromnacht vom 09.11.1938 zerstört wurde. Eine Gedenktafel erinnert an die 1889 gegründete Synagogengemeinde. Hinter den Gebäuden des ehemaligen Amtsgerichtes und der Schule hat sich die "Freiheit 15" als ein attraktives Gastronomie- und Veranstaltungszentrum an der Spree etabliert.
Sehenswert auch das 1905 errichtete neobarocke Hauptgebäude der Cöpenicker Bank (Freiheit 1).

33 - St. Laurentius-Stadtkirche

Die evangelisch-lutherische Sankt Laurentius Stadtkirche in der Altstadt von Berlin Köpenick

Die Kirche wurde 1838 - 41 nach einem Entwurf von Butzke im neoromanischen Rundbogenstil der Schinkel-Schule erbaut und 1841 in Anwesenheit von Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen, eingeweiht. 
Das protestantische Gotteshaus ist ausgestattet mit Glocken aus der Gießerei Apolda. Der Turm wurde um die Jahrtausendwende aufwendig restauriert.


Vom Kirchplatz aus fällt der Blick auf die Straße Alt-Köpenick, die älteste Straße der Stadt. Sie wurde um 1245 zwischen Dammbrücke und Schloss angelegt und hieß früher Schlossstraße.

 

34 - Anderson'sches Palais

Das Gebäude wurde 1750 mit siebenachsiger Fassade im Friderizianischen Rokkoko erbaut und mit einem zweigeschossigen Mansardendach bekrönt.

Das oval ausgeführte Treppenhaus ist mit einer besonders schönen Holztreppe mit geschnitztem Geländer ausgestattet.

Prinzessin Henriette Marie ließ das Palais für ihren damaligen Stallmeister bauen. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts gehörte es ihrem Hofprediger Saint Aubin.

Den Namen erhielt das Palais durch die späteren Besitzer, die Familie Anderson. Es gehört zu den schönsten denkmalgeschützten Gebäuden Alt Köpenicks.

35 - Luisenhain

Der zwischen dem Rathaus und der Dahme gelegene Park Luisenhain wurde  der Stadt 1906 vom Augsburger Kaufmann Asseburg geschenkt - unter der Auflage, dass er öffentliche Grünfläche bleibt und nach seiner Köpenicker Schwester Luise benannt wird. So ist es bis heute. Erst kürzlich ist die Uferpromenade mit Wassertreppen attraktiv erneuert worden.
In der Nähe - in einem der barocken Gebäude der Stadt - befindet sich die ehemalige Schlossapotheke (Alt-Köpenick 22), 1683 gegründet.

36 - Ortsteil Wendenschloß

Der Ortsteil Wendenschloß entstand um die Jahrhundertwende als Villenkolonie Köpenicks. Die landschaftlich schöne Lage an der Wendischen Spree (Dahme) zog viele Berliner und Köpenicker an, um sich hier niederzulassen. Ein Schloss hat es hier nie gegeben. Dafür aber eine Reihe von Unternehmen zahlreiche Werften und einige Marinas, die den Wassertouristen erwarten.

Noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts bestand in der Senke östlich des Vorortes eine offene Verbindung des Langen Sees mit dem Müggelsee. Der heutige Kuhgraben ist als schmales Rinnsal das einzige Überbleibsel dieser Verbindung.

37 - Ortsteil Friedrichshagen

Im Osten des Bezirks Köpenick, direkt am Müggelsee gelegen, befindet sich der besonders attraktive Ortsteil Friedrichshagen mit mehreren Sehenswürdigkeiten.

Im Jahre 1753 als Kolonistendorf für Spinner- und Besenbinder von König Friedrich II gegründet, vereinigt es ländliche Idylle an Feiertagen mit reger Geschäftigkeit im Alltag und einer bunten Kulturszene nicht nur an den Wochenenden.

Um die Jahrhundertwende wurde Friedrichshagen zu einem bevorzugten Villen- und Erholungsort der Berliner. Reizvoll auch die kontrastreiche Architektur der Siedler- und Bürgerhäuser von Spätbarock über Klassizismus, Gründerzeit und Historismus bis Jugendstil und Bauhaus.

Stimmunsvolle Feste werden auf dem Markt von Friedrichshagen gefeiert

Die Bölschestraße
Mitte des 18. Jahrhunderts wurde sie als Friedrichshagener Dorfstraße angelegt und später bis zum Bahnhof (heute S-Bahn Station) verlängert. Ihr erster Name war Friedrichstraße, bis sie schließlich im Jahre 1947 nach dem Friedrichshagener Dichter Wilhelm Bölsche benannt wurde. Aufgrund ihres niveauvollen Händlerangebotes ist sie eine beliebte Einkaufsstraße mit gastronomischer Vielfalt. Zu den Besonderheiten der Straße gehören:

  • die zahlreichen erhalten, einstöckigen Kolonistenhäuser aus dem 18. Jahrhundert
  • die unter Schutz stehenden letzten 4 von ehemals 1000 Maulbeerbäumen, die 1852 zur Seidenraupenzucht angepflanzt worden waren
  • das 1899 eingeweihte ehemalige Rathaus, das heute als Polizeirevier dient
  • die 1903 im neogotischen Backsteinstil errichtete Christopherus-Kirche
  • die repräsentativen Bürgerhäuser Nr. 57 und Nr. 58, Nr. 66, Nr. 87 usw.
  • der Marktplatz mit dem zum Ortsjubiläum 2003 wieder aufgestellten Denkmal für Friedrich II.

38 - Berliner Bürgerbräu

Die Berliner Familienbrauerei im Grünen.

1869 als "Lindenbrauerei" errichtet, gilt sie als älteste Brauerei Berlins. Entstanden als Genossenschaftsunternehmen zahlreicher Berliner Wirte. Verschiedene Namen und Eigentumsverhältnisse haben bis heute die Nachfrage nach dem Gerstensaft nicht wesentlich beeinträchtigt.

Vorgelagert ist das Braustübl, ein beliebtes Ausflugslokal. Das Brauereigebäude steht als Industriebau auf der Liste des Denkmalschutzes und ist besonders von der Wasserseite her attraktiv.

39 - Spreetunnel

Aufgrund des zunehmenden Ausflugsverkehrs wurde 1926/27 am Westufer des Müggelsees, am südlichen Rand von Friedrichshagen - da wo die Spree den Großen Müggelsee verlässt - der Spreetunnel gebaut. Der Tunnel für Fußgänger und Radfahrer - eine technische Meisterleistung seiner Zeit - unterquert die Spree in ca. 8,5 m Tiefe. Er ist 120 m lang und 5 m breit.

In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Friedrichshagener Anlegestelle der Stern und Kreis Schiffahrtsgesellschaft, die zu Fahrten über den Müggelsee und in Richtung Innenstadt einlädt. Die Gebäude der Berliner Bürgerbräu und das historische Ausflugs- und Veranstaltungsrestaurant "Bräustübel" sowie weitere Restaurants und Biergärten befinden sich in unmittelbarer Nähe.

40 - Der Müggelsee

Der Müggelsee ist mit 766,7 ha Fläche (4,5 km lang, 2,5 km breit und 11 m tief) der größte See Berlins. Er wird von der Spree durchflossen und stellt eines der größten Wassersportareale Berlins dar. An seinem Südufer erheben sich die Müggelberge (115 m hoch) mit ausgedehnten Wäldern - ein Eldorado der Naherholung.
Am Nordufer liegen die reizvollen Berliner Ortsteile Friedrichshagen und Rahnsdorf, die ebenfalls einen Besuch wert sind. Aktivurlauber sind hier, im natürlichsten Teil Berlins, genau richtig und nur 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt!

41 - Wasserwerk Friedrichshagen

Das historische Wasserwerk beherbergt heute auch ein Museum zur Geschichte der Trinkwassergewinnung und Abwasserentsorgung in Berlin

Am Nordufer des Müggelsees, zwischen Friedrichshagen und Rahnsdorf, stehen zu beiden Seiten des Müggelseedamms zahlreiche imposante Gebäude im Stil der märkischen Backsteingotik, die an eine Klosteranlage denken lassen.
Sie beherbergen das alte Wasserwerk Friedrichshagen - das größte und älteste Wasserwerk dieser Art in Berlin. Es entstand 1889 bis 1893 nach Entwürfen von Henry Gill. Erweiterungsbauten folgten bereits 1894. Nach 90 Jahren Wasseraufbereitung und -versorgung übernahm 1979 ein moderner Betrieb diese Aufgaben.

In einem der alten Schöpfmaschinenhäuser und anderen Gebäuden und Freianlagen befindet sich heute das Museum im Wasserwerk Friedrichshagen. Interessierte Besucher erhalten einen Einblick in die historische Entwicklung der Berliner Wasserwirtschaft. Viele funktionsfähige Wasserwerksmaschinen und Anlagen sind zu besichtigen. Jeweils im Frühjahr und Herbst finden im Maschinensaal, der wegen seiner Akustik besticht, Konzerte statt, die in der Berliner Kulturszene außerordentlich beliebt sind.

42 - Rahnsdorf, Wilhelmshagen, Hessenwinkel und Neu Venedig

Rahnsdorf, 1375 erstmals urkundlich erwähnt, wurde als Fischerdorf an der Müggelspree gegründet. Den Mittelpunkt des alten Angerdorfes bilden die 1887 neu errichtete Kirche und die ehemalige Dorfschule. Heute bieten zahlreiche Bootshäuser am nahen Ufer des Müggelsees Wassersportlern gute Bedingungen.

In unmittelbarer Nähe entstand Ende des 19. Jahrhunderts die Villenkolonie Wilhelmshagen. Die dortige Tabor-Kirche wurde 1910/11 erbaut. Das ebenfalls zu Rahnsdorf gehörige Hessenwinkel ist vor ca. 100 Jahren als Luftkurort am Dämeritzsee gegründet worden. Es ist bis heute von prächtigen Villen im Landhausstil geprägt. Im Sommer finden in der Waldkapelle, wie in den anderen Kirchen am Müggelsee, Konzerte statt.

Durch die Anlage zahlreicher Kanäle zwischen Müggelsee und Dämritzsee wurde Mitte der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts eine Sumpflandschaft trocken gelegt. Das entstandene Gebiet mit attraktiven Wassergrundstücken entwickelte sich zur beliebten Wochenend-Siedlung, die bald den Namen Neu-Venedig trug. Eine Bootsfahrt durch die Lagunen-Landschaft vermittelt einmalige Eindrücke.

  • Mehr Infos zur Waldkapelle Hessenwinkel

43 - Strandbad Müggelsee

Das am Nordufer des Müggelsees gelegene Strandbad ist  eines der größten in Berlin (1 km Wasserfront). Als gestaltete Anlage wurde es 1912 eingeweiht. 1929/32 entstand daraus ein großzügiges architektonisch interessantes Freibad mit Eingangsgebäude, Räumen für Dienstleistungen, großzügigen Terrassen, parkartigen Elementen und vergrößertem Strandbereich. Die "Riviera des Berliner Ostens" hatte zu allen Zeiten regen Zuspruch durch Berliner und ihre Gäste. Auch FKK-Anhänger finden dort traditionell ihren Platz.
Dienstleistungsangebote: Restaurants, Imbiss, Fahrradausleihe, Sauna, Fitness, Surf- und Segelschule, Veranstaltungen.

44 - Ortsteil Müggelheim

Die Entstehung des früheren Angerdorfes geht auf die friederizianische Siedlungspolitik zurück. 1747 wurden hier zwischen Dahme, Spree und Müggelsee 20 protestantische Familien aus der Pfalz sesshaft gemacht. Die reizvolle Lage und der historische Ortskern ziehen auch heute noch viele Ausflügler und Erholungssuchende an. Berühmtheit erlangte der angrenzende See "Große Krampe". Hier drehte Slatan Dudow 1931 seinen bekannten Film "Kuhle Wampe" über den gleichnamigen Arbeiter-Zeltplatz, der 1933 von den Nazis geschlossen wurde.

45 - Der Müggelturm

Der historische Müggelturm von 1889 brannte 1958 nieder und wurde 1961 nach einem Entwurf einer Studentengruppe der Kunsthochschule Berlin Weißensee neu aufgebaut.

Der Aussichtsturm mit seinen 29,61 Metern Höhe ist ein traditionelles Ausflugsziel auf dem kleinen Müggelberg unweit des großen Müggelsees.
Seine Aussichtsplattform, die über 126 Stufen zu erreichen ist, liegt 120 Meter über dem Meeresspiegel und verschafft weite Sicht über die Seenlandschaft am Rand der Metropole, bis ins Zentrum Berlins und hinein ins Brandenburger Umland.

46 - Ortsteil Grünau

Grünau wurde 1749 auf Geheiß Friedrich II. von Pfälzer Bauernfamilien als Kolonistendorf am Langen See gegründet. Mit dem Bau der Bahnstrecke Berlin-Görlitz und einer Grünauer Haltestelle (1866) entwickelte sich das Dorf einerseits zum Villenvorort betuchter Berliner, andererseits zum attraktiven Wirtschaftsstandort. Eine regelmäßige Dampfschiffverbindung nach Berlin trug erheblich dazu bei.

Die Ansiedlung von Bootshäusern am Langen See und die Gründung des "Berliner Regatta-Vereins" 1881 machte Grünau zu einem bedeutenden Wassersportrevier. Eine Regatta-Anlage wurde erbaut, auf der 1936 die Ruderwettbewerbe der Olympischen Spiele stattfanden. Heute dokumentiert das Berliner Wassersportmuseum die lange Tradition.

Seit dem 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche Ausflugslokale (Riviera) und noch heute lockt die reizvolle Wald- und Seenlandschaft viele Erholungssuchende nach Grünau. Prominentester Einwohner Grünaus war über Jahrzehnte der Schriftsteller Stefan Heym.

47 - Regattastrecke Grünau

An der Regattastrecke Berlin-Grünau finden seit 70 Jahren nationale und internationale Wettbewerbe der Wassersportler statt.

Anlässlich der XI. Olympischen Sommerspiele der Neuzeit in Berlin im August 1936 wurde die heutige Regatta-Anlage am Langen See in Berlin Grünau errichtet. Nach dem II. Weltkrieg entwickelte sich die Regatta-Strecke zu einem Trainings- und Leistungszenrum des DDR-Rudersports. Mehrere Weltmeister und Olympiasieger hatten hier ihr Heimatrevier.
Auch heute finden Wettbewerbe statt und wird für nationale und internationale Meisterschaften trainiert. In der Haupttribüne befindet sich das Berliner Wassersportmuseum.