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Bölschefest als Probelauf für Ortsteil-Jubiläum Für 250-Jahr-Feier Friedrichshagens sind noch viele Ideen gefragt

Friedrichshagen- Was will das Ehepaar fortgeschrittenen Alters nur mit zehn Kilogramm Nudeln? Und welch armer Zeitgenosse muss sich wohl über die Scheußlichkeit von Druckaschenbecher, silberfarbig mit gelber Plastikbanderole freuen, die das flippige Pärchen gerade einen Stand weiter angeblich für einen guten Freund ersteht? Auf Friedrichshagens 1,3 Kilometer langer Flaniermeile war am Wochenende Partystimmung beim 12. Bölschefest, und da saß manch einem Familienvorstand das Portmoee locker in der Tasche. Für Christoph Jörß, frisch gewählter Vorsitzender der Werbegemeinschaft Bölschestraße, und Jens-Peter Dierichs, Vorsitzender des Bürgervereins Friedrichshagen, war das zwölfte Bölschefest der Probelauf für das Großereignis im Mai nächsten Jahres: Anlässlich der 250-Jahr-Feier Friedrichhagens soll vom 4. Mai an eine ganze Woche lang gefeiert werden."Wir würden gern auf die Nullachtfünfzehn-Stände mit Socken-, Taschen- und Slipverkäufern verzichten und einen typischen historischen Markt aufbauen. Aber die Veranstalter von Kunst- oder Handwerkermärkten verlangen eine Garantiesumme, für die wir nicht gerade stehen können", stellt Dierichs klar. Und durch die Standgebühren der Würstchen-, Filzlatschen-, Ketten- und T-Shirt-Verkäufer kommt eben das Geld in die Kasse, das die Werbegemeinschaft für das umfangreiche Rahmenprogramm aus Musik, Show, Quiz und Feuerwerk benötigt."Aber vielleicht hat ja noch jemand bessere Vorschläge?" Jens-Peter Dierichs lädt alle ein, die bei der Erarbeitung des Festprogramms mitmachen möchten. Viel zu tun gibt es auf jeden Fall und ehrenamtliche Tätigkeit wird groß geschrieben, denn das Budget ist klein. Gesucht werden auch noch Vereine, Organisationen oder auch Einzelpersonen, die beim großen Festumzug aller Friedrichshagener mitmachen möchten. Die Kitas und Grundschulen vor Ort wenigstens haben schon zugesagt. Fest eingeplant ist die Beteiligung der Wassersportler und der am Müggelsee beheimateten Vereine beim Bootskorso zum Wasserfest. 13 kreative Köpfe haben sich im Festkomitee zusammengefunden, das wiederum acht Arbeitsgruppen vorsteht. Seinen Teil schon beigesteuert hat Alfred-Mario Molter, agiler Motor der Interessengemeinschaft für die Wiedererrichtung des Denkmals vom Ortsgründer Friedrich II. Fast 40 000 Euro sind beisammen und Molter ist sicher, dass die fehlenden 35 000 Euro noch zusammenkommen: "Was die Friedrichshagener wollen, das schaffen sie auch", lautet Molters Devise. Gemeinsam mit dem Künstler Spartak Babajan präsentierte er auf dem Bölschefest das Gipsmodell und nahm mögliche Verbesserungswünsche entgegen. Und während Bürgermeister Klaus Ulbricht (SPD) nach erfolgreichem Fassbieranstich sich als Mundschenk für seine Friedrichshagener betätigte, erfuhren die nebenbei, dass es für die Sanierung eines der wenigen verbliebenen Schandflecken in der Bölschestraße, das Union- Kino, wohl Mittel aus dem städtebaulichen Denkmalschutz gibt. Auch Wolfgang Gerber, Pächter des Müggelturms, hatte am Rande des Festes Erfreuliches mitzuteilen. In Vorgesprächen mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung habe man sich auf 150 Betten für den geplanten Hotelneubau am Turm geeinigt. Ein viergeschossiges Haus mit Tiefgarage soll entstehen.Berliner Morgenpost, vom: 14.05.2002



FRIEDRICHSHAGEN

"Es wird ein schöner oller Fritz. Wir freuen uns" Bildhauer Spartak Babajan zeigt Friedrichshagenern sein Modell eines Denkmals für Friedrich II. / 2003 soll es auf dem Markt stehen

Als Gisela Vogel sechs Jahre alt war, diente ihr das Denkmal von Friedrich II. als Klettergerüst: 1946 lag der drei Meter lange Bronzegigant auf ihrem Schulhof, und das Friedrichshagener Mädchen turnte auf seinen Brustkorb herum und befühlte die riesigen Augen des Königs. Ein paar Monate später war der Koloss spurlos verschwunden. Vermutlich war er eingeschmolzen worden. Am Sonnabend stand Gisela Vogel im Haus am Myliusgarten in Friedrichshagen erneut vor dem Alten Fritz. Vor dem Modell eines Denkmals des Preußenkönigs, das 2003 auf dem Marktplatz aufgestellt werden soll - nach dem Vorbild des alten Denkmals. "Da stimmt alles", sagte Vogel mit Blick auf die einen Meter große Gipsfigur, die der armenisch-amerikanische Künstler Spartak Babajan angefertigt hat. Nein, Änderungswünsche habe sie keine. Wochenlang hatte Babajan recherchiert, um die Gesichtszüge des Alten Fritz möglichst genau nachbilden zu können - denn detaillierte Aufzeichnungen über das erste Denkmal, das vor 100 Jahren aufgestellt wurde, gab es keine. Genau deshalb waren ihm Anregungen der Friedrichshagener auch so wichtig. "Mir haben ältere Leute erzählt, dass sie sich als Kinder immer lustig gemacht haben über das Denkmal", sagt Babajan. "Wenn man die Statue von der Seite betrachtet hat, befand sich der Knauf des Spazierstocks genau in Schritthöhe - und sah aus wie ein Penis." Ein Detail, das für Babajan wichtig ist: "Ich werde den Knauf des Stocks also etwas länger machen müssen." Den Friedrichshagenern das Modell vorzustellen, war auch im Sinne von Alfred Molter, der 1993 die Initiative zum Wiederaufbau der Statue gestartet hatte. "Je höher die Akzeptanz bei den Leuten, umso höher ist die Bereitschaft, für die Figur zu spenden." 76 000 Euro wird sie kosten, 36 000 Euro fehlen noch. Spätestens im Juni soll mit dem Bau des drei Meter hohen Bronzedenkmals begonnen werden. Gisela Vogel ist zufrieden. In das Buch, das Babajan vor seinem Modell ausgelegt hatte, hat sie geschrieben: "Es wird ein schöner oller Fritz. Wir freuen uns." 1753 als Seidenspinnerkolonie gegründet. Der Namenspatron: König Friedrich II. ließ am 31. Mai 1753 am Rand von Berlin eine Kolonie für 100 Baumwoll- und Seidenspinnerfamilien gründen. Das erste Denkmal: Im Jahr 1903 setzten die Friedrichshagener ihrem Gründer auf dem Marktplatz ein drei Meter hohes Denkmal. Nach dem Krieg verschwand es. Der Neubau: Der armenische Künstler Spartak Babajan baut derzeit nach dem Vorbild des alten Denkmals an einer neuen Statue. Sie soll 2003 fertig sein.BERLINER ZEITUNG

FRIEDRICHSHAGEN  



Der Alte Fritz kommt wieder auf den Marktplatz Ein amerikanischer Künstler entwirft das Denkmal für den Ortsgründer Friedrichshagens - im Mai 2003 soll der Monarch aus Bronze fertig sein

Das gut 30 Zentimeter große Modell aus Gips hat eine weite Reise hinter sich. Aus Los Angeles wurde es eingeflogen. Ein Mann ist dargestellt in stattlichen Kleidern. Er hält einen Gehstock in der rechten Hand und trägt einen Hut auf dem Kopf. Spartak Babajan hat ihn geformt und gegossen. Es ist Preußenkönig Friedrich II., der auch Alter Fritz genannt wurde und spätestens im Mai nächsten Jahres auf dem Marktplatz von Friedrichshagen einen Platz bekommen soll. Dafür kehrt Bildhauer Babajan bis August nicht in sein Atelier nach Los Angeles zurück. Denn in Schöneiche, gleich hinter Friedrichshagen, will der Künstler an seinen Gipsformen arbeiten, die am Ende Kunstgießer Jürgen Seiler dazu dienen, den Monarchen in Bronze zu gießen. Spartak Babajan ist 68 Jahre alt, Armenier und seit Anfang der 90er-Jahre US-Amerikaner. In der Sowjetunion machte er sich mit Skulpturen einen Namen, in der Zeit der Perestroika widmete er sich der Malerei. Vor wenigen Tagen noch hatte er den Entwurf für ein Denkmal in New York auf Papier gebracht. Eines, das an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 erinnern soll. Und nun beschäftigt er sich mit Friedrich dem Großen. Denn Babajan hat unter zehn Künstlern vom Bezirk den Zuschlag dafür bekommen, das Denkmal für den Ortsgründer Friedrichshagens zu schaffen - angelehnt an das Original, das nach dem Zweiten Weltkrieg vom Sockel auf dem Marktplatz verschwand. "Es ist eine Ehre für mich, daran zu arbeiten", sagt Babajan. Denn sein Werk wird jeder sehen können. "Für einen Künstler bedeutet das sehr viel. " Babajan ist im Bezirk kein Unbekannter. Er entwarf 1996 die Skulptur für den Hauptmann von Köpenick vorm Köpenicker Rathaus. Babajan kennt den Südosten gut, hat Freunde hier. Nur mit der preußischen Geschichte ist er kaum vertraut. So nennt der Künstler den Alten Fritz einfach nur "Kaiser Wtoroi" - Kaiser II. Babajan will aber nach Potsdam, Charlottenburg und Königs Wusterhausen fahren, um preußische Herrenhäuser zu besuchen. Und abends wird er alte Fotos ansehen und Bücher zur Geschichte Preußens wälzen. Zwar hat Babajan sein Miniaturmodell vom Monarchen bereits fertig. Allerdings diente ihm dafür lediglich eine Aufnahme aus dem Jahr 1930 als Vorlage. "Von Fotos darf man sich aber nicht täuschen lassen", sagt Babajan. Während er schon weiß, wie die Figur in Gänze aussehen wird, geht es nun an die Details. Dazu zählt Babajan unter anderem das Gesicht. Er orientiert sich bei der Gestaltung von Augen, Wangen, Stirn, Mund und Kinn an der Totenmaske, die er sich am Dienstag im Schloss Sanssouci ansah. Der Alte Fritz in jungen Jahren. Zehn Tage hat Babajan für seine Recherchen eingeplant, dann geht es an die Arbeit. Sein Denkmal soll Friedrich zeigen, als dieser 41 Jahre alt war. "Ich möchte ihn nicht als gebückten, kränkelnden Mann darstellen. " Das kommt auch dem Köpenicker Heimatmuseum entgegen. "Es geht darum, Friedrich in jungen Jahren als Gründer von Friedrichshagen zu zeigen", sagt dessen Leiter Claus-Dieter Sprink. Nach seinen Recherchen will Babajan keine Zeit mehr verstreichen lassen. "Sobald ich alle Informationen habe, geht es mit der Arbeit an den Gipsformen los", sagt er. In der Kunstgießerei Seiler will er die Nächte verbringen, zum Schlafen zieht er sich ins Gästezimmer des Familienbetriebs zurück. Er wird die Ruhe haben, die er als Künstler braucht. Nur hin und wieder wird diese von den Besuchen preußenkundiger Gutachter unterbrochen. Die werden ihm über die Schulter schauen und darauf achten, dass der Alte Fritz erkennbar bleibt. Das Original ist verschwunden // Der Ort: Friedrich II. (1740-1786) ließ Friedrichshagen 1753 als Kolonie errichten. Dort siedelten sich Baumwoll- und Seidenspinnerfamilien aus Böhmen, Sachsen, Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg an. Das Denkmal: Dem Ortsgründer wurde 1904 ein Denkmal gesetzt. Dafür sammelten die Friedrichshagener 8 500 Reichsmark. Nach dem Zweiten Weltkrieg stießen Unbekannte die 2,95 Meter hohe Plastik vom Sockel. Vermutlich wurde die Figur eingeschmolzen. Der Wiederaufbau: Seit 1993 kümmert sich eine Initiative um den Wiederaufbau. Bislang kamen 40 000 Euro zusammen. Um die Figur zu gießen, fehlen noch rund 30 000 Euro. Sie soll am 31. Mai 2003, dem 250-jährigen Ortsbestehen, aufgestellt werden. Sponsoren können sich im Heimatmuseum, Tel. 65 84 33 51, melden.BERLINER ZEITUNG



Gesucht: Herz und volle Brieftasche für Alten FritzFriedrichshagen- Ein Monarch steht in den Startlöchern. König Friedrich II. gibt es bereits als Gipsform in der Bildgießerei Seiler in Schöneiche, nach dem Entwurf des Künstlers Spartak Babajan.

Etwa drei Meter groß wird die Bronzefigur des berühmten Preußen auf dem Marktplatz Friedrichshagen - vorausgesetzt, der Saldo auf dem Spendenkonto steigt auf das erforderliche Guthaben. Bis jetzt seien 40 576 Euro beisammen, sagt Claus-Dieter Sprink, Leiter des Köpenicker Heimatmuseums. "Wir benötigen aber 75 000 Euro." Die Zeit drängt, denn zum 250. Gründungstag von Friedrichshagen soll die Skulptur des Ortsgründers enthüllt werden. Das ist im Mai 2003. Finanzielle Stärkung sollte am vergangenen Wochenende ein Konzert im Friedrichshagener Hotel "Seeresidenz" bringen - mit einem Vier-Gänge-Menü, einem Festvortrag des CDU-Vorsitzenden Christoph Stölz, und unter Schirmherrschaft von Franz Friedrich von Preußen. Teilnehmerpreis: 174 Euro. Die Veranstaltung wurde wegen mangelnder Beteiligung abgesagt. "Es gab eine Panne in der Vorbereitung", sagt Alfred Mario Molter von der Initiative für die Wiedererrichtung des Denkmals. Im Herbst werde es auf jeden Fall ein Abendessen für Sponsoren geben. Außerdem sollen Postkarten vom Tonmodell und eine etwa 30 Zentimeter hohe Bronzefigur des Preußenkönigs verkauft werden. Unterdessen bereitet das Bezirksamt die erforderlichen Bauarbeiten am Marktplatz vor. Der Sockel müsse errichtet werden, zu klären sei, ob es Parkbänke und ein Gitter um das Denkmal geben solle, so Baustadtrat Dieter Schmitz (SPD). "Der Platz wird jedoch nicht umfassend saniert und gestaltet."Berliner Morgenpost, vom: 04.06.200210


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